VÖWA LandesgruppeNiederösterreich


  • Kamingespräch mit KR Martin Essl
    20.03.2007 19:00 bis 20.03.2007 22:00
    Klosterneuburg

    Sammlung Essl
    An der Donau - Au 1
    3400 Klosterneuburg

    Dienstag, 20. 3. 2007 19 Uhr

    KR Martin Essl - Entrepreneur of the Year 2006 - Kategorie Dienstleistung und Handel

    Bei der Eröffnung des ersten bauMax-Marktes im Jahr 1976 ist Martin Essl 14 Jahre alt. Damals konnte niemand erahnen, welchen Siegeszug die Do-it-yourself-Idee in Österreich und in Europa antreten wird. Für Martin Essl war dies aber keineswegs der Start im unternehmerischen Umfeld, denn bereits seit Kindertagen ist er in den vom Großvater gegründeten und vom Vater weitergeführten Baustoffgroßhandel der Fritz Schömer GmbH involviert. Die Leidenschaft für den Bau- und Heimwerkerbereich konnte er also sehr früh entwickeln.

    Nach der schulischen Ausbildung auf der Vienna Business School und einem einjährigen Einzelhandelsvolontariat in den USA steigt Martin Essl 1983 aktiv in die Geschäfts­führung von bauMax ein. Es ist genau jenes Jahr, in dem bauMax in Österreich die Marktführerschaft übernimmt.

    Als Assistent seines Vaters lernt er zunächst alle Unternehmensbereiche kennen und konzentriert sich dann auf den Aufbau von Controlling und Kostenrechung. Außerdem ist er maßgeblich an der Entwicklung des Warenwirtschaftssystems beteiligt. 1989 wird er der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der bauMax AG, 1999 übernimmt er als Vorstandsvorsitzender die operative Leitung. Die Geschäftsführung von Martin Essl zeichnet sich durch die erfolgreiche Kombination von Tradition und Innovation aus. Tradition lebt er in Bezug auf die ausgeprägte Firmenkultur und das Unternehmensleitbild. Innovation zeigt er in Bezug auf die vielfältigen Weichenstellungen für die zukünftige Entwicklung von bauMax als Marktführer in Zentral- und Südosteuropa.

    Martin Essl und seine Familie bekennen sich zum christlichen Glauben und haben auch das Unternehmen und das Leitbild nach diesen Grundsätzen ausgerichtet. Die Achtung des Menschen und der Respekt vor seiner Würde spielt in jeder Beziehung eine große Rolle, ob es sich nun um Kunden, um Mitarbeiter oder um Geschäftspartner handelt. Gleichzeitig geht es auch darum, Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen. bauMax drückt dies im Engagement für Menschen mit Behinderung und in der Förderung von zeitgenössischer Kunst aus.

    Die Innovation Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren von bauMax ist die absolute Kundenorientierung. Dies bedeutet, dass das Angebot an Produkten und Serviceleistungen durch innovative Ideen laufend an die Kundenbedürfnisse angepasst werden. Besonders in den letzten Jahren haben sich die Anforderungen in dieser Hinsicht stark verändert. Aus diesem Grund hat Martin Essl im Jahr 2002 das Projekt „bauMax best in class“ gestartet. Auf der Basis von intensiven Markt- und Kundenstudien und in Zusammenarbeit mit allen Mitarbeitern wurde das Sortiment von insgesamt 40.000 Artikeln in vier Hauptbereiche gegliedert.

    Den so genannten vier bauMax-Welten Bauen, Wohnen, Werkzeug und Garten wurde außerdem jeweils eine Farbe zugeordnet, die im Markt eine leichte Orientierung für den Kunden ermöglichen. In jeder dieser vier Welten kann nun ganz individuell auf die jeweils unterschiedlichen Kundenerwartungen eingegangen werden. Dieses neue Vier-Welten-Konzept wurde auch international mehrfach ausgezeichnet und wird schrittweise konzernweit in allen Märkten umgesetzt. Für den bevorstehenden Markteintritt in Rumänien wurde dieses Konzept bereits weiterentwickelt und auf die speziellen Bedürfnisse der rumänischen Bevölkerung angepasst.

    Das Wachstum Bereits zwei Wochen nach dem Fall des eisernen Vorhanges reiste Martin Essl gemeinsam mit seinem Vater nach Prag. Dieser Besuch hatte für bauMax weit reichende Folgen. Am Wenzelplatz trafen Vater und Sohn die Entscheidung für die Expansion in die ehemals kommunistischen Nachbarländer.

    Bereits 1992 startete bauMax mit den ersten Märkten in Tschechien und in Ungarn, 1994 folgte die Slowakei, 1995 und 2000 kam zunächst Slowenien und dann Kroatien hinzu. Heute betreibt bauMax 124 Märkte in sechs zentral- und osteuropäischen Ländern. Mit insgesamt 7.500 Mitarbeitern wird ein Umsatz von EUR 1,2 Mrd. erwirtschaftet. bauMax genießt in allen erwähnten Ländern einen Bekanntheitsgrad zwischen 90 und 99 %. Im vergangenen Jahr konnten 37 Mio. Zahlungsvorgänge mit stark steigender Tendenz gezählt werden.

    In Österreich liegt die Kundenfrequenz bei 17 Mio. Zahlungsvorgängen pro Jahr. Das bedeutet, dass jeder Österreicher im Durchschnitt 2,2 Mal pro Jahr bauMax einkauft. bauMax zählt damit international zu den Top 15 innerhalb der Bau- und Heimwerkerbranche. Auf der Beschaffungsseite bildet bauMax gemeinsam mit Rewe, AVA und Coop-Schweiz die Einkaufskooperation tooMaxx, die zum drittgrößten Abnehmer von Do-it-yourself-Produkten in Europa zählt.

    Die Zukunft Im November dieses Jahres feiert bauMax die Eröffnung der ersten zwei Märkte in Rumänien und damit den Markteintritt in ein weiteres Land. Es wird ein flächendeckendes Filialnetz angestrebt, pro Jahr sind jeweils fünf Neueröffnungen geplant.

    Für das Jahr 2008 ist der Start in Bulgarien vorgesehen, 2009 soll der erste bauMax-Markt in der Türkei eröffnet werden. Auch in diesen beiden Ländern will sich bauMax innerhalb weniger Jahre etablieren. Weitere Expansionsziele könnten die Ukraine und die Nachfolge Staaten von Ex-Jugoslawien sein.

    Aber nicht nur die Erschließung neuer Länder ist geplant, sondern auch die Verdichtung des Filialnetzes in den bisherigen von bauMax bearbeiteten Ländern. Insgesamt wird es bis zum Jahr 2010 180 bauMax Filialen geben, die dann einen Umsatz von EUR 2 Mrd. erzielen werden. Der Umsatzanteil in den Expansionsländern wird auf zwei Drittel steigen.

    Mit diesen Entwicklungsplänen ist der konsequente Ausbau der Marktführerschaft in Zentral- und Südosteuropa gesichert. Die nächsten Schritte werden nun sein, die unternehmensinterne Infrastruktur für das Wachstum auszubauen und damit die Voraussetzungen für die weitere Entwicklung zu schaffen.

    Im Vorfeld gibt es die Möglichkeit vorab die Austellung zu besuchen:

    PASSION FOR ART / LEIDENSCHAFT KUNST 16.03.2007– 28.08.2007 (Ausstellungshalle

    MEINE VISIONEN, MEINE TRÄUME, MEIN SCHMERZ 35 Jahre Sammlung Essl

    Kurator: Karlheinz Essl

    Karlheinz und Agnes Essl sammeln leidenschaftlich und mit Neugier seit 35 Jahren zeitgenössische Kunst. Als Geburtstagsgeschenk an sich selbst und natürlich auch für die Besucher präsentiert Karlheinz Essl eine spektakuläre Jubiläums-Ausstellung. Seine Auswahl und Präsentation von Sammlungswerken und Neuankäufen erlaubt es, diese in ungewohnte Kontexte zu stellen, in neue thematische Zusammenhänge und innovative Inszenierungen. In 15 Themengruppen zeigt der Sammler ca. 300 Werke international renommierter Künstlerinnen und Künstler in beiden Ausstellungshäusern der Sammlung, dem Museum und dem Schömer-Haus.

    Im Rahmen von PASSION FOR ART zeigt die Sammlung Essl im Kleinen Saal der Ausstellungshalle zwei kontroversielle Fotoserien:

    DAMIEN HIRST THE STATIONS OF THE CROSS, 2004 16.03.2007– 28.05.2007

    Eine verstörende, Tabu brechende Interpretation des Kreuzwegs vom Young British Artist. In grellen, harten und die Bildkonvention extrem missachtenden großformatigen Fotografien wird der Leidensweg in unsere Zeit mit ihrem Schrecken transferiert.

    Preis pro Person: Euro 35,-

    Wir freuen uns auf Ihr Kommen und stehen Ihnen gerne für Information zur Verfügung.


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